Was es im Inneren von Schloss Peleș zu sehen gibt
Die Große Halle, die Waffensammlung, die geheime Bibliothekstür und die Technik, die dieses Schloss zur modernsten Anlage seiner Zeit machte.
Peleș ist eines jener seltenen Schlösser, in dem jeder Raum den vorherigen übertrifft. Hinter einer märchenhaften Fassade verbirgt sich eine Parade verschiedener Stilrichtungen und eine Schicht verborgener Technik, die Besucher in den 1880er-Jahren in Erstaunen versetzte. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei der Führung durch das Palais achten sollten.
Die Große Halle
Das Herz des Schlosses ist die Große Halle, von Boden bis Decke mit kunstvoll geschnitztem Walnussholz vertäfelt, geschmückt mit Alabaster-Reliefs und von oben durch ein großes Buntglasdach erhellt. Diese Decke ist mechanisch versenkbar – auf Knopfdruck gleitet sie zur Seite und gibt den Himmel frei, eine außergewöhnliche Ingenieursleistung für die 1880er-Jahre. Es ist der Raum, den jeder fotografiert.
Peleș war das erste Schloss Europas, das vollständig mit eigenem Strom versorgt wurde, mit Zentralheizung in allen Räumen und zwei Aufzügen – die märchenhafte Hülle verbarg ein durch und durch modernes Haus.
Die Waffensammlung und die thematischen Salons
Die Waffensammlung umfasst rund 4.000 Waffen und Rüstungen aus dem 15. bis 19. Jahrhundert, europäische und orientalische Stücke, darunter eine komplette Reiterrüstung – für viele Besucher, und fast immer für Kinder, das absolute Highlight.
Von dort führt der Rundgang durch eine Abfolge thematischer Räume: den vergoldeten Florentiner Saal, den hispano-maurischen Salon mit seinem Brunnen aus Carrara-Marmor, das seiden- und kupferverzierte türkische Boudoir sowie den Musiksalon der Königin Elisabeth. Jeder Raum war so ausgestattet, dass Sie in ein anderes Land eintauchen, ohne den Berg zu verlassen.
Die Bibliothek, das Theater und die Details
Die königliche Bibliothek ist berühmt für eine Geheimtür, die zwischen den Bücherregalen verborgen liegt und in private Gemächer führt – ein Detail wie aus einem Roman. Das kleine Schlosstheater, von Künstlern der Klimt-Schule ausgestaltet, war 1906 Schauplatz der ersten Filmvorführung in Rumänien.
Achten Sie überall auf die Details: Kristalllüster aus Murano, Wandbespannungen aus Cordoba-Leder, deutsche Glasmalereien und fast zweitausend Gemälde. Planen Sie etwa eine bis anderthalb Stunden für den Innenbesuch ein, und denken Sie an die Überschuhe, die am Eingang ausgegeben werden.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Besichtigung?
Rechnen Sie für die Standard-Route über Erdgeschoss und ersten Stock etwa eine bis anderthalb Stunden ein.
Welcher Raum ist der berühmteste?
Der Festsaal mit seinen Wänden aus geschnitztem Nussbaumholz und einer Glasmalerei-Decke, die sich zum Himmel hin öffnen lässt.
Gibt es wirklich eine Geheimtür?
Ja – die königliche Bibliothek birgt eine zwischen den Bücherregalen versteckte Tür, die in private Räume führt.
Darf ich im Inneren fotografieren?
Amateurfotografie ohne Blitz ist erlaubt; professionelle Kameras und Stative benötigen eine kostenpflichtige Genehmigung.